Einsatzgerätschaften

Halligan-Tool

Halligan Tool

Das Halligan-Tool ist eine besondere Bauform einer Brechstange. Angefügt an eine Stahlstange mit rundem oder sechskantigen Querschnitt sind auf der einen Seite zwei Werkzeugklingen im Winkel von 90° zum Stiel und 90° zueinander, auf der anderen Seite eine Klinge in einem Winkel von etwa 30° zum Stiel oder gerade in der Stielflucht. Durch diese Anordnung kann jede der Klingen mit einem geeigneten Schlagwerkzeug eingeschlagen und dadurch für nachfolgende Hebelanwendungen ausreichend fest verankert werden.

Die erste 90°-Klinge ist keilförmig ausgebildet. Sie kann z.B. in enge Spalten geschlagen werden, um diese durch die Flankenkräfte des Keils aufzuweiten.
Die zweite 90°-Klinge ist hakenförmig mit einem spitz zulaufenden Runddorn. Sie wird üblicherweise verwendet, um Löcher in dünnen Blechen und weichen Baustoffen zu schaffen.
Die 30°-Klinge hat die bekannte Nageleisen-Form (Kuhfuß, Geißfuß).

Mobiler Rauchverschluss

Mobiler Rauchverschluss

Der mobile Rauchverschluss kann die Ausbreitung von Brandrauch eindämmen bis verhindern. In der Regel wird er bei Wohnungsbränden in der Wohnungseingangstür montiert. Der mobile Rauchverschluss wird über eine Spannvorrichtung in den Türrahmen geklemmt und ist somit für alle Arten von Türen bis zu einer bestimmten Breite geeignet. Der angrenzende Treppenraum kann dadurch wieder als Rettungsweg genutzt werden.

Der mobile Rauchverschluss wurde der Feuerwehr Castrop-Rauxel als eine Spende übergeben und leistete bereits bei zahlreichen Einsätzen gute Dienste.

Rettungssatz

Rettungssatz

Ein Rettungssatz ist das wichtigste Hilfsmittel der Feuerwehr für eine professionelle Unfallrettung. Er besteht aus einem Hydraulikaggregat, einer Rettungsschere, einem Spreizer und mehreren Rettungszylindern in verschiedenen Längen. Die Rettungsschere dient zum Ein- und Aufschneiden sowie Durchtrennen von Material. Der Spreizer hat die Aufgabe, Material auseinander zu drücken. Rettungszylinder können ebenfalls Material auseinander drücken, wobei mit ihnen größere Öffnungen erzeugt werden können.

Aufgrund der stetig steigenden Insassensicherheit in modernen Autos ergeben sich jedoch für viele Feuerwehren im Einsatzfall neue Probleme. Die moderneren, härteren Materialien lassen viele Rettungssätze an ihre Grenzen kommen. Durch ständige Aus-, Fort- und Weiterbildung in diesem Bereich ist es der Feuerwehr möglich selbst an den neuesten Kraftfahrzeugen professionelle Hilfe zu leisten.

Schnellangriff

Der Schnellangriff ist bei der Feuerwehr Castrop-Rauxel an allen Fahrzeugen mit eingebautem Wassertank zu finden. Er besteht aus einem 30 Meter langen formstabilen Druckschlauch, der direkt mit der Feuerlöschkreiselpumpe und dem fest eingebauten Wassertank verbunden ist. Der Schnellangriff wird vor allem bei kleineren Bränden bis hin zum PKW-Brand zur schnellen Wasserabgabe genutzt.

Stromerzeuger

Stromerzeuger

Stromerzeuger spielen bei der Feuerwehr eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen den Einsatz von elektrisch betriebenen Geräten an jeder Einsatzstelle, z.B. Lichtstative, Tauchpumpen, Wassersauger oder elektrische Kettensägen. Die Stromerzeuger sind nicht fest mit den Einsatzfahrzeugen verbunden und können somit überall eingesetzt werden.
Um die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten, haben Stromerzeuger elektronische Einrichtungen zur Steuerung der Betriebslautstärke. Sie regeln die Nenndrehzahl des Motors automatisch, wenn Verbraucher angeschlossen sind. Somit drehen sie auch die Motordrehzahl herab, wenn keine Verbraucher angeschlossen sind.

Tauchpumpe

Eine Tauchpumpe dient zum Auspumpen von Wasser aus Kellern, Schächten oder ähnlichem. Tauchpumpen sind tragbar und werden mit Strom betrieben. Für den Einsatz sind nur geringe Wasserhöhen nötig. Eine Tauchpumpe kann in Ausnahmefällen auch zur Wassereinspeisung für Feuerlöschkreiselpumpen dienen.

Die Bezeichnungen für eine Tauchpumpe sind z.B: TP 4-1 oder TP 8-1. TP steht hier für Tauchpumpe. Die erste Ziffer steht für die Förderleistung pro Minute in 100 L, also hier 400 bzw. 800 L/min. Die zweite Ziffer steht für den Förderdruck in bar, also hier 1 bar.

Tauchpumpen werden in der Regel mit feuerwehreigenen Stromerzeugern betrieben. M auf eine andere Stromversorgung zurückgegriffen werden, steht ein sogenannter Personenschutzschalter zur Verfügung. Dieser wird zwischen der Stromquelle und der Tauchpumpe angeschlossen. Dies dient zur Sicherheit der Einsatzkräfte, da man nie sicher sagen kann, ob Stromanschlüsse an der Einsatzstelle einen Schaden haben.

Überdruckbelüfter

Die motorbetriebenen Überdruckbelüfter werden genutzt, um Brandrauch und andere gasförmige Stoffe aus Gebäuden zu blasen. Das Prinzip eines Überdruckbelüfters ist es, im Gebäude einen Überdruck herzustellen. Durch das gezielte Öffnen von Fenstern in Bereichen, in denen die Gase vorhanden sind, werden diese dadurch aus dem Gebäude gedrückt.

Wasserwerfer

Wasserwerfer dienen zur gezielten, stationären Abgabe großer Wassermengen, auch ohne den Einsatz von Personal. Eingesetzt werden diese vor allem bei Großbränden zur Brandbekämpfung, zum Kühlen oder zur Abschirmung von nicht betroffenen Abschnitten.