Großbrand auf der Von-Hofmann-Straße

30.10.2020 Am Mittwoch (28.10.2020) Bild der Einsatzstelle LF im Vordergrund rechts eine Schlauchhaspel dahinter die betroffenen Hallengegen 12:40 Uhr wurde die Feuerwehr Castrop-Rauxel zu einem Großbrand auf der Von-Hofmann-Straße alarmiert. Ein Lkw mit Auflieger befand sich in einer Halle und war in Brand geraten.

Auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung zu erkennen. Die Zugmaschine des Sattelzuges brannte beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in voller Ausdehnung. Der Brand hatte schon auf den Auflieger übergegriffen. Außerhalb der Halle, in unmittelbarer Nähe zum brennenden Lkw, befand sich ein Flüssiggastank. Angrenzend zur Brandobjekthalle war eine weitere Halle schlüssig angebaut. Diese Halle war ebenfalls vollständig verraucht.

Bei der Erkundung kam es zu einer Verpuffung, in dessen Folge die Fenster im Frontbereich der Halle aus den Wänden gedrückt wurden. Die Wand hatte deutlich sichtbare Risse gebildet. Der Brand drohte sich auf die angrenzende Halle auszubreiten.

Der Einsatzleiter löste Vollalarm für alle Einheiten der Feuerwehr Castrop-Rauxel aus. Hierbei wird der aus den landes- und bundesweiten Warntagen bekannte Sirenenalarm genutzt. Daher war ein einminütigen Dauerton mit zweimaliger Unterbrechung zu hören. Dies ist keine Warnung für die Bevölkerung. Mit diesem Signal wird die Feuerwehr zum Einsatz gerufen. Die Warnung vor Rauchgasen wurde über die Warn-App NINA sowie die Cas-APP übermittelt.

Mit dem TLF wurde die Brandbekämpfung am Lkw über einen Wasserwerfer durchgeführt. Eine Riegelstellung wurde zwischen den beiden Hallen eingerichtet. Die weitere Brandbekämpfung erfolgte von beiden Seiten der Halle aus über mehrere Strahlrohre. Die Wasserversorgung wurde von der Bahnhofstraße sowie vom angrenzenden Gelände der Rain Carbon Inc. hergestellt. Die Werkfeuerwehr Rain Carbon nahm vom Werkgelände aus mehrere Wasserwerfer in Betrieb, um eigene Anlagen zu schützen sowie die Halle mit zu löschen.

Durch das aktivieren des Rauch- und Wärmeabzuges beider Hallen konnte die angrenzende Halle durch die Riegelstellung in Verbindung mit maschineller Belüftung von beiden Hallenseiten entraucht werden. Der Brand konnte durch den Einsatz der Wasserwerfer und Strahlrohre unter Kontrolle gebracht werden. Da noch Glutnester am Auflieger erkennbar waren und der Hallenbereich auf Grund von Einsturzgefahr nicht betreten werden konnte, wurde der Lkw mit Hilfe eines Radladers aus der Halle gezogen und weiter abgelöscht.

Während des etwa fünfeinhalb-stündigen Einsatzes sicherte der Löschzug Castrop den Grundschutz im Stadtgebiet. Die Feuerwehr war mit etwa 70 Einsatzkräften vor Ort.

Die Einsatzstelle wurde nach Beendigung der Löscharbeiten an die Polizei übergeben.

 

Notfallsanitäterinnen haben ihren Dienst aufgenommen

03.09.2020 Zum Monatsbeginn hat der Rettungsdienst der Stadt Castrop-Rauxel Verstärkung bekommen. Nach erfolgreich abgelegtem Examen haben drei Notfallsanitäterinnen ihren Dienst an der Feuer- und Rettungswache an der Frebergstraße angetreten. Das Examen bildete dabei den Abschluss der dreijährigen Ausbildungszeit. Dieser Berufsabschluss ist dabei die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst.
Erstmalig war im Kreis Recklinghausen an der Rettungsschule Vest in Marl die Abschlussprüfung zum neuen Berufsbild Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter durchgeführt worden. Die dreijährige Ausbildung umfasste dabei neben den medizinisch-theoretischen Teilen der Ausbildung, die an der Berufsfachschule vermittelt wurden, einen umfangreichen praktischen Teil. Die angehenden Notfallsanitäterinnen wurden dabei in verschiedenen Abteilungen eines Krankenhauses eingesetzt, sie assistierten an den Rettungswachen und waren in dieser Zeit bei einer Vielzahl von Einsätzen in der Notfallrettung dabei.

 

Unruhige Nacht für die Feuerwehr

15.08.2020 Bei dem Gewitter am späten Freitagabend blieb auch die Europastadt nicht verschont. Gegen 22:00 Uhr begann eine Serie von unwetterbedingten Einsätzen im Stadtgebiet. Hierbei war vor allem der südliche Teil von Castrop-Rauxel betroffen. Zu insgesamt zehn Einsätzen musste die Feuerwehr dabei ausrücken. Hierbei handelte es sich um Wasser im Keller von Gebäuden, überflutete Straßen oder durch den Starkregen aus den Schächten gehobene Gullydeckel. Sämtliche Einsatzstellen konnten zügig abgearbeitet werden.

Um 4:36 Uhr am Samstagmorgen wurde die Feuerwehr Castrop-Rauxel dann durch die Kreisleitstelle Recklinghausen zu einem gemeldeten Zimmerbrand in einem auf der Harkortstraße im Ortsteil Merklinde alarmiert. Die weitere Erkundung vor Ort ergab, dass Mobiliar in einem Zimmer einer nicht mehr bewohnten Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses brannte. Das Feuer konnte durch den unter Atemschutz vorgehenden Angriffstrupp schnell gelöscht und so eine weitere Brandausbreitung verhindert werden. Eine Hausbewohnerin hatte während des Einsatzes gesundheitliche Probleme und wurde noch vor Ort durch den Notarzt und die Rettungsdienstkräfte medizinisch versorgt. Sie konnte danach vor Ort verbleiben. Die Kräfte der hauptamtlichen Wache wurden bei dem Einsatz durch den Löschzug Merklinde unterstützt. Der Einsatz war nach knapp zwei Stunden beendet.
Zur Feststellung der Brandursache in der Wohnung des Mehrfamilienhauses hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

 

Erstmaliger Einsatz der neuen feuerwehreigenen Drohne

Erstmaliger Einsatz der neuen feuerwehreigenen Drohne31.07.2020 Am 30.07. wurde die Feuerwehr Castrop-Rauxel um kurz nach 18 Uhr zu einem Flächenbrand im Bereich der Klöcknerstraße alarmiert. Mehrere Anrufer meldeten über den Notruf vereinzelte größere Rauchschwaden.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Höhe des Kreisverkehrs Klöcknerstraße / Ohmstraße konnte in der näheren Umgebung zunächst keine Rauchentwicklung festgestellt werden. Daher wurde die gerade erst im Juli beschaffte feuerwehreigene Drohne erstmalig zum Einsatz gebracht.
Durch die Drohne konnte innerhalb weniger Minuten auf einem Brachgelände zwischen den dort aufgeschichteten Erdwällen das Schadenereignis ausfindig gemacht werden. Auf einer Länge von circa 50 Metern brannten Grasnarbe und Gestrüpp. Mithilfe der Drohne wurden dann auch die Einsatzkräfte zur Einsatzstelle gelotst, nachdem sich diese über das ehemalige Kraftwerksgelände Zutritt verschafft hatten. Hierfür mussten mehrere verschlossene Tore geöffnet werden. Die weitere Ausbreitung konnte verhindert und der Flächenbrand schnell gelöscht werden.

Bei der Drohne handelt es sich um einen Multicopter der Firma DJI. Sie passt zusammen mit dem Zubehör in einen kompakten Koffer und wird auf dem Einsatzleitwagen mitgeführt. Die Drohne ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, die dem Aufspüren von Brandherden und Glutnestern dient. Außerdem soll die Suche von vermissten Personen im offenen Gelände mit dem Fluggerät ermöglicht werden. Über einen Lautsprecher, der optional angebaut werden kann, können auch Warnungen oder Mitteilungen an Menschen gerichtet werden, die sich beispielsweise in einem Gefahrenbereich aufhalten. Luftaufnahmen bieten Einsatzkräften die Möglichkeit, eine umfassendere Erkundung und Lagebilderstellung bei unübersichtlichen Einsatzstellen durchzuführen.

„Der Einsatz von Drohnen bei der Feuerwehr ist folgerichtig. Dort wo das menschliche Auge ohne Gefahr nicht mehr hinkommt, soll die Technik helfen Leben zu retten. Drohnen eröffnen der Feuerwehr neue Perspektiven für ihre Arbeit. Eine moderne Feuerwehr benötigt moderne Einsatzmittel. Diese zukunftsweisende Technik ist eine wichtige einsatztaktische Unterstützung.“, Heiner Holtkotte, Pressesprecher der Feuerwehr Castrop-Rauxel.

Bereits bei dem Brand einer Tankreinigungsfirma im Stadtteil Habinghorst im Jahr 2014 konnten Erfahrungen mit der Nutzung einer Drohne im Feuerwehreinsatz gesammelt werden. Damals handelte es sich noch um die private Drohne eines Feuerwehrangehörigen. Über mehr als fünf Jahre wurden immer wieder verschiedene Drohnen bei Übungen sowie Einsätzen getestet und Erfahrungen gesammelt.